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Gut zu wissen

Die Wände aus Gipskartonplatten (Trockenbausysteme) zeigen viele Vorteile für ihre Benutzer:

  •   sie sind billiger als diejenige, die durch Feuchtbauverfahren ausgeführt werden;
  •   da es sich um eine Trockenmontage handelt, gibt es keine unnötige Feuchtigkeit;
  •   es ist sauberer und mit 50% schneller im Vergleich zum Feuchtsystem;
  •   die Veredlungs- und die Reinigungszeit wird reduzierte;
  •   bessere thermische und phonische Isolierungsfähigkeit als bei massiven Wänden;
  •   geringes Gewicht (25 - 50 kg/qm, im Vergleich zu über 200 kg/qm für eine massive Wand);
  •   benötigt keine spätere Bearbeitung, diese können gleich nach der Montage tapeziert oder gestrichen werden;
  •   die Wände aus Gipskartonplatten regeln das Klima im Raum aufgrund ihrer großen Aufnahmekapazität.
  •   sie sind umweltfreundlich denn sie können vollständig wiederverwendet werden.

 

Gips ist quasi ein nicht bekanntes Material, das aber in unserem Alltag anwesend ist.

Seit Tausenden von Jahren, seit der Jungsteinzeit, wurde Gips im Bauwesen verwendet, viele der Kulturen der Antike haben Gips beim Bau einiger Gebäude verwendet. Es ist ein Baumaterial, welches relativ leicht durch elementare Verfahren (Extraktion aus der Grube, dann Feinschleifung) gewonnen werden kann. Die Ägypter waren Experten seiner Verwendung, zum Beispiel bei der Veredelung der Pyramiden. Die Römer, die hervorragende Baumeister waren, haben es sehr oft verwendet, insbesondere bei Mörtelarbeiten (ein Teil dieser Arbeiten kann in Pompeji immer noch bewundert werden) und die Griechen haben diesem Material seinen Namen gegeben. Bedeutend sind auch die Franzosen, denn ungefähr im XVII-ten Jahrhundert begann man die Grundmörtelarbeiten aus Gips „Paris-Mörtel“ zu bezeichnen.

Eine andere alte Verwendung von Gips war in Gemälden, Skulpturen und Dekorationen. In unserem Jahrhundert, vor 1940, wurden viele Häuser im Inneren aufgrund einer Brettwand, über die 3 Schichten von Gips aufgeschichtet wurden, gebaut.

Die erste Schicht hatte die Rolle die Kanten oder die Bretter zu vereinigen, die zweite Schicht hat die Rolle die Oberfläche zu glätten und die dritte Schicht hat die Rolle der Veredelung. Manchmal wurde Schilf anstelle von Brettern verwendet, über den Gips im selben Verfahren angewandt wurde. Es war ein langer und mühsamer Prozess, um gerade und gleichförmige Wände zu erhalten.

Die Entdeckung des Gipskartons, sowie auch viele andere wichtige Dinge in unserem Leben, geschah zufällig. Auf eine Kartonplatte fiel eine kleine Menge Gips, die sich aufgrund der Schwerkraft auf dem Karton ausgedehnt hat. Diese wurde nach der Härtung des Gipses entdeckt und so hat man verstanden, was sich aus dieser Kombination ergeben kann.

Diese Erfindung von 1916 verdanken wir der UGC (United Gyposum Company – Vereinigte Statten). Die vorgefertigte Platte konnte schnell mit Nägeln auf einer Holzstruktur fixiert werden und die Verbindung zwischen den Platten konnten sehr leicht mit Gips gefüllt werden. Dieser Fortschritt bedeutete wichtiges Ersparnis in Arbeits- und Fertigungszeit und gleichzeitig hochwertige Veredelung im Vergleich zum klassischen Prozess.

Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Verfahren mit Gipsplatten in den Vereinigten Staaten, teilweise auch wegen des Mangels an Arbeitskräften schnell verbreitet. Dann wurde es auch als „trockener Mörtel“ bezeichnet, im Gegensatz zum alten Verfahren, in welchem der angewandte Gips auf den Brettern oder auf einem anderen primären Unterteil/Support mit Wasser gemischt werden musste und langsamer trocknete.

Dank der Gipsplatten benötigte man nur noch eine oberflächliche Endanwendung mit Gipspaste. Mit der Zeit hat sich die Gipskartonplatte im Vergleich zu den klassischen Baumaterialien immer stärker durchgesetzt, eben aufgrund ihrer vielen Vorteile und praktisch abwesender Nachteile

Sie brennen nicht. Die Rolle der GIPSKARTONPLATTEN als Schutzbarriere gegen Feuer wird im Wesentlichen von der Struktur des Gipskerns gegeben. Der Gips enthält ungefähr 20% Wasser in Kristalle integriert, was im Falle der Dicke der Platte von 5 mm einer Menge von ungefähr 3l/qm Wasser entspricht. Im Falle eines Feuers agiert dieses Wasser gegen das Feuer wie eine Art von eingebautem „Wasser“ im Gebäude.